Dienstag, 2. Mai 2017

Let's talk about...

Hand auf's Herz...
Wir sind alle schon einmal gestresst, genervt, wutentbrannt oder traurig zum Kollegen gegangen und haben ihm unser Herz ausgeschüttet.
Wir sind aber auch mit einer gewissen Erwartungshaltung an ihn herangetreten.
Unsere Sorge sollte im besten Fall von ihm angenommen und beseitigt werden.
Aber wie oft war das der Fall?
Angenommen vielleicht. Aber abgenommen?
Ich verwette mich fast darauf, dass es eine von drei, wenig befriedigenden, Antworten auf deine Situation gab.

Antwort a) Im Grunde keine Antwort. Es wurde interessiert getan. Es wurde mit dem Kopf geknickt und die bekannten, zustimmenden "Grunzlaute" gemacht.

Antwort b) Er hat haargenau dasselbe bereits erlebt und durchlebt. Und er steht noch immer fest auf beiden Beinen.

Antwort c) Man wird mit dem berühmten "Komm gleich nochmal bitte! Dann habe ich alle Zeit der Welt für dich!" weggeschickt.

Was will uns das sagen? - Genau. Mach deinen Sch*** alleine, geh mir nicht auf den S*ck, heul' leise!

Was hat dir das geholfen? - Genau. Nichts. Nada. Null. Niente.

In den meisten Fällen hat der vermeintlich vertraute Kollege nämlich einen noch vertrauteren Kollegen, dem er regelmäßig sein Herz ausschüttet, um nicht zu sagen, ihm alles, was er kürzlich erfahren hat, einfach weiter tratscht.

Dass es aber auch sensible Kollegen gibt, die nicht auf den Kopf gefallen sind und eigentlich nur ein offenes Ohr möchten und das auch nur bei Zeit... Was interessiert das schon? So ein armer Willi.

Ich bin immer wieder erschüttert, in welche Situationen man am Tag so geraten kann. Und wie wenig Empathie ein Mensch doch haben kann.
Wir sind mitten in der Ellbogengesellschaft, die so häufig besprochen und keinesfalls gewollt wird.

Ich bemerke es häufig bei Frauen und bin auch häufig selbst schon Betroffene gewesen.
Mich stimmt es nachdenklich und traurig, dass Frauen im mittleren Alter, es nötig zu haben scheinen, jüngere Kolleginnen ausstechen zu wollen.
Nicht alle und auch nicht alle um jeden Preis.

Natürlich berücksichtige ich in meiner Ansprache grundsätzlich den Teil, der wirklich anständig, bodenständig und herzenswarm ist.

Doch ebenjene Exemplare, die sogar den Einkauf mit ausgefahrenen Ellbogen vollziehen, die bleiben zwangsläufig im Gedächtnis hängen.
Von infamen Lügen bis hin zu Diebstahl, sind so einige unverzeihliche Dinge auf meiner "am eigenen Leib erfahren"-Liste und da bin ich wirklich nicht stolz drauf.

Mir fehlen da nicht nur die Worte drüber, sondern auch das Verständnis für solches Verhalten.

Ich weiß, dass sich alles erklären lässt. Dass Reaktionen immer Aktionen voraus gehen.
Nur leider weiß ich auch, dass, was Hänschen nicht gelernt hat, Hans nimmer mehr lernt.

Mit solchen und vielen, vielen anderen Dingen füllt mein Kopf sich mehr und mehr.
Dafür brauche ich diesen Blog. Ganz dringend.
Vielleicht wird das hier ja mal was. So, wie ich es mir vorstelle oder gar wünsche.

1 Kommentar:

  1. Das stimmt, man kann nicht jedem alles anvertrauen. Aber wenn es hart auf hart kommt, spreche ich doch auch lieber mit Freunden und Familie, als mit Kollegen, zu denen ich nur eine oberflächliche Bekanntschaft pflege.
    LG Biene
    http://lettersandbeads.de

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